Das Zentrum von Haselhorst liegt an der Kreuzung Haselhorster Damm und Gartenfelder Straße. Hier konzentrieren sich zentrale Einrichtungen wie die Stadtteilbibliothek, Kitas, Schulen und die Weihnachtskirche. Geschäfte, Imbisse und Dienstleistungen bieten wohnortnahe Versorgung. Prägend für den Charakter des Zentrums ist die Reichsforschungssiedlung nördlich der Gartenfelder Sraße, die unter Denkmalschutz steht. Zukünftig wird sich auch die Nähe zu großen Stadtentwicklungsprojekten wie Siemensstadt Square und Insel Gartenfeld auf das Ortsteilzentrum auswirken.
Aktuell wirkt das Haselhorster Zentrum in vielen Bereichen wenig einladend. Die breite Gartenfelder Straße ist stark vom Verkehr geprägt. Es mangelt an sicheren Querungsmöglichkeiten, Geh- und Radwege sind schmal oder sanierungsbedürftig. Es fehlen vor allem attraktive Orte zum Verweilen. Eine Machbarkeitsstudie untersucht im Auftrag des Bezirks Spandau deshalb bis Mitte 2026, wie der öffentliche Raum im sensiblen Umfeld der denkmalgeschützten Siedlung funktionaler, sicherer und ansprechender gestaltet werden kann. Ziel ist es, ein Konzept und konkrete Maßnahmen für das Zentrum Haselhorst zu entwickeln, die zur Verbesserung des öffentlichen Raums beitragen. Die Studie wird aus dem Programm Nachhaltige Erneuerung finanziert.
Die Untersuchung umfasst das gesamte Gebiet rund um den Haselhorster Damm, die Gartenfelder Straße, die Bibliothek, die angrenzenden Wohnbereiche sowie die zentralen Wege und Plätze. Im Fokus stehen drei räumliche Schwerpunkte:
- der Haselhorster Damm mit seiner Promenade und dem kleinen Platz vor der Bibliothek
- der Platz an der Eisdiele gegenüber am Haselhorster Damm / Gartenfelder Straße
- der breiten Gehweg an den Pavillonbauten an der Gartenfelder Straße.
Beteiligung
Für die Machbarkeitsstudie werden verschiedene Wege der Mitwirkung angeboten, damit unterschiedliche Gruppen im Stadtteil ihre Perspektiven einbringen können.
Die Beteiligung knüpft an vorangegangene Beteiligungsprozesse an, unter anderem im Rahmen des ISEK Haselhorst/Siemensstadt, des Geschäftsstraßenmanagements sowie der Verkehrsraumuntersuchung. Die Hinweise aus diesen Prozessen fließen ebenfalls in die Machbarkeitsstudie ein.