Städtebauliches Konzept für das lokale Zentrum Jungfernheide/Halemweg

Die Perspektive für das Zentrum Halemweg im Siegerentwurf des Gutachterverfahrens

Zwischen Heilmannring und Heckerdamm befindet sich am Halemweg ein Nahversorgungszentrum für die Siedlung Jungfernheide mit Bildungs- und Sozial­einrichtungen sowie Einkaufs­­möglichkeiten. Die Flächen des Oberstufen­zentrums Sozialwesen (OSZ "Anna-Freud") und der ehemaligen Poelchau-Schule werden zurzeit um­strukturiert und bieten Potenziale für den Wohnungs­bau. Auch für andere Einrichtungen sind Erweiterungen geplant, Räume für Nachbar­schaft­sarbeit und Weiterbildungsangebote sowie zusätzliche Schul- und Kitaplätze werden benötigt. Das Wegenetz innerhalb des Zentrums ist unübersichtlich, Straßen und Parkraum dominieren, attraktive Aufenthaltsorte fehlen.

Der Bezirk ließ deshalb mit Stadtumbaumitteln im Rahmen eines Gutachterverfahrens ein städtebauliches Gesamtkonzept für diesen Bereich erarbeiten. Darin werden die Erweiterungs­wünsche der Infrastruktureinrichtungen und die bereits laufenden Planungen berücksichtigt. Neben zusätzlichen Wohngebäuden und zwei neuen Kitastandorten wurden Möglichkeiten für die Erweiterung des Stadtteil­zentrums, der Bibliothek, des Jugendclubs und die Integration von Freizeitsportflächen betrachtet.

Im April 2019 startete das Verfahren mit drei beauftragten Planungs­büros. Im Mai fand dazu eine öffentliche Ideenwerkstatt statt. Im August sowie im November folgten Zwischenpräsentation für alle Interessierten. Auf Empfehlung der Gutachter schloss sich eine dritte Bearbeitungsphase mit konkretisierter Aufgabenstellung an. Der Siegerentwurf der Büro­arbeits­gemeinschaft Studio Schulz Granberg mit bbz Landschafts­architekten wurde am 30. September 2020 von der Jury ausgewählt.

Nach dem Leitbild „Urbanität light“ konzentrieren sich die Einrichtungen der öffentlichen Infrastruktur entlang des verkehrsberuhigten Halem­wegs mit einzelnen Hochpunkten. Öffentliche Einrichtungen, wie das neue Bildungs- und Kulturzentrum mit Stadtteilbibliothek, Kiezgalerie, Kunstgarten, Musik- und Volkshochschule, das Stadtteilzentrum sowie Einkaufsmöglichkeiten bilden vielfach den Sockel für darüber liegende Wohnnutzungen. Auf dem heutigen Parkplatz könnte ein Gesundheits­zentrum entstehen. Hinter der straßenbegleitenden Bebauung ist eine Freiraumzone für aktive Nutzungen angedacht. In den ruhigen Wohngehöften der versetzt in Nord-Süd-Richtung angeordneten Zeilenbauten ist viel Platz für nachbarschaftliche Aktivitäten vorgesehen.

Der Entwurf bildet die Entscheidungsgrundlage für den Bezirk zur Weiterentwicklung des Zentrums und für die weiteren Planungsschritte. 

Gesamtkonzept für das Nahversorgungszentrum der Siedlung Jungfernheide

Dokumentation zum konkurrierenden städtebaulichen Gutachterverfahren

  • Doctype: PDF-Dokument (5 MB) – Stand: 09/2022 – © Jahn, Mack & Partner im Auftrag des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf

Informationen

  • Adresse:
    Zentrum Halemweg
    13267 Berlin
    Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Auftraggeber/Bauherr:
    Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Gesamtkosten:
    237.000 EUR, davon 157.000 EUR aus dem Programm Stadtumbau
  • Realisierung:
    2019 bis 2020

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Projektblatt

  • Doctype: PDF-Dokument (3,3 MB) – Stand: 07/2024

Stand: April 2024